usa851985 Arizona-Utah

Kapitel 4

Irgendwann am nächsten Tag reißen wir uns los und machen uns auf den Weg zum Lake Powell. Hier wird der Colorado zum 1. mal gestaut. Nämlich durch den Glen Canyon Damm. Ein Camground etwas oberhalb des See`s beschert uns einen wundervollen Blick auf das tiefblaue Wasser, auf dem hunderte von Hausbooten schwanken. Der grandiose Sonnenuntergang ist das i-Tüpfelchen.
Als wir am nächsten Tag eine Halbtagstour mit dem Schiff buchen wissen wir noch nicht, was für ein Highlight auf uns zu kommt. Je länger wir auf dem See Richtung Osten fahren umso schmaler wird er uns, als wir in einen der Canyons hineinbiegen, wird's dann doch unheimlich. 20-30 Meter hohe Felswände und die Fahrrinne wird immer enger und irgendwann ist es soweit : wir stecken fest - es geht nicht mehr weiter. Natürlich hat der Captain das gewußt und jongliert uns rückwärts wieder hinaus.
Ein anderer Canyon führt uns zum Heiligtum der Indianer, - der Rainbow Bridge. Ein gewaltiger Natursteinbogen. Natürlich nehmen einige Ami`s keine Rücksicht und klettern an dem Bogen rum.
Eine wirklich empfehlenswerte Tour.

Kapitel 5

Heute ist Samstag 27.4.'85 und heute ist die Fahrt zum Zin Canyon angesagt, aber leider hat Willi starke Zahnschmerzen. Was tun? Zahnarzt natürlich, aber wo einen in Page finden? Wir fahren zur Polizei und der Sheriff hat nicht Besseres zu tun, als uns zu einem Dentist zu geleiten. Police Car voraus - wir hinterher. Ok, Willi kriegt 'ne Behandlung und gegen mittag können wir weiter.
Um zum Zion Canyon zu gelangen muß man durch einen ca. 1,5 Meilen langen Tunnel fahren, der doch ziemlich eng ist und wenn das RV zu groß ist, dann darf man erstmal 10 $ bezahlen und dann wird der Gegenverkehr angehalten und man darf alleine Durchfahren und zwar in der Mitte der Straße, denn da reichts dann. Nach dem Tunnel geht es in langen Serpentienenschleifen ca. 800 Meter hintunter.

usa85 06 Kurz außerhalb des Westeingangs finden wir in Springdale einen Campground. Der Besitzer ist ein Deutscher und er freut sich uns zu sehen.
Er gibt uns 2 Plätze direkt am Virgin River.
Herrlich !!

usa85 07Am nächsten Morgen fahren wir mit einem RV in den Canyon rein (1985 geht das noch). Wir geniesen die hohen groben Felswände, den der Virgine River im Laufe der Jahrhunderte herausgewaschen hat. Am Abend sitzen wir bei einem schönen romantischen Lagerfeuer und freuen uns unseres Lebens.

Die tiefen Schluchten des Virgin River, die die I 15 auf ihrem Weg nach Las Vegas begleiten, enden plötzlich jäh.
Vor uns liegt die riesige Wüste Nevadas.
Einsamkeit und flimmernde Hitze begleiten uns, doch nach 2 Std. Fahrt liegt sie vor uns - die Stadt des Spieles - Las Vegas. Aber sooo spektakulär erscheint sie uns denn doch nicht.
Das ändert sich, als die Sonne untergeht. Die Stadt erwacht buchstäblich. Überall glitzert es - millionen Lampen glühen. Schon spektakulär.
Mit dem Taxi fahren wir von unserem Campground in Boulder City zur Down Town und danach zum Strip. Auch jetzt am Abend ist es immer noch elend heiß. Deshalb gehen wir ins Frontier um zu spielen und so soll's auch sein. Wir reservieren Karten für Sigfried und Roy für die 11 Uhr Show. Ein gigantisches Spektakel, eine wunderbare Show mit tollem Rahmenprogramm. Die 35 $ waren wirklich sehr gut angelegt.

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aktualisiert: 12.12.2019