usa162016 - Die Südstaaten

Tag 17, Montag 26.12.

Es ist bewölkt und nieselt, Die Wolkenkratzer sind im Nebel verschwunden. Mein erster Weg ist das State Capitol, aber das ist immer noch geschlossen. Na gut dann eben nicht. Ich kaufe mir ein Tagesticket der Marta, der U-Bahn der Stadt und fahr in den Vorort Buckhead, einer noblen Gegend, nördlich von Atlanta. Elton John wohnt hier und einige andere Prominente. Ich marschiere durch den Nieselregen hinaus zum Swan House.  

Es ist ein hervorragendes Beispiel für den zweiten Neorenaissance-Stil am Ende der 1920er Jahre. Es wurde 1928 erbaut. Das Museum ist leider geschlossen und der Regen wird stärker. Zerknirscht laufe ich die 3 Meilen zurück zur U-Bahn Station. Ich steige in die U1, die mich direkt zum Flughafen bringt. Der Hartsfield–Jackson Atlanta International Airport ist der internationale Flughafen der Stadt Atlanta . Mit 104,3 Millionen Fluggästen im Jahr 2016 ist er der Flughafen mit dem weltweit größten Passagieraufkommen. Dies führte zusammen mit 648.595 Tonnen Fracht zu 898.356 Starts und Landungen auf fünf Start- und Landebahnen. Ich komme am Nationalen Teil an. Um zum Internationalen zu gelangen muss man den Shuttlebus nehmen. In 15 Minuten fährt man damit auf die gegenüberliegende Seite des Flughafens. Sehe ich Flieger ? Nein, d.h. nachdem sie gelandet sind. Sichthöhe nach oben ca. 50 Meter. Nächster Reinfall . Enttäuscht fahre ich zurück zum Hotel und leg mich schlafen. Am Abend laufe ich auf der Peachtree Street zum Gordon Biersch. Diese Brauereikette wurde 1988 von Dan Gordon und Dean Biersch gegründet, Das Hefeweizen (Heifewaisen) schmeckt richtig gut, dazu ein paar Chickenteile und der Tag ist einigermaßen gerettet. Aber davon habe ich jetzt leider kein Foto.

Tag 18, Dienstag 27.12.

oh Mann, ich weiß nicht ob ich den Tag noch ganz zusammenbringe, aber der Reihe nach. Ich schaue am State Capitol vorbei, aber es ist immer noch geschlossen. Die US 29, der University Parkway bringt mich schnurstracks nach Athens. Athens ist eine Stadt im US-Bundesstaat Georgia. Die Stadt liegt am Oconee River auf dem Piedmont-Plateau im Nordosten des Staates. 1991 wurde die Verwaltung der Stadt mit jener des Clarke County zusammengelegt. Seither umfasst Athens als consolidated city–county fast das gesamte County. Am Morgen ist es noch neblig, aber als ich in Athens ankomme scheint die Sonne. Ich kann mein Auto beim Best Western abstellen und marschiere in die Stadt. Bevor Athens seinen Namen erhielt, war es eine Ansiedlung am Flussufer und hieß „Cedar Shoals“ („Cedar“ bedeutet „Zeder“ und „Shoals“ „Untiefe“). Am 27. Januar 1785 bewilligte das Parlament von Georgia die Errichtung einer neuen staatlich unterstützten Universität. Mit dem Erbau der Universität entstand auch die Stadt Athens. Nach ein paar Jahren bezeichnete man Athens als das „Manchester des Südens“, da es sehr durch Textilindustrie und -handel geprägt war. 1806 bekam Athens offiziell die

Stadtrechte, und erhielt den Namen Athens in Anlehnung an den Wirkungsort der griechischen Philosophen Platon und Aristoteles. Das Gelände ist sage und schreibe 3, 08 km(2) groß. Die Uni ist unterteilt in 17 Schulen und Colleges. Der Campus ist geprägt von vielen Antebellum Häusern, die vom Bürgerkrieg verschont blieben. Athens ist der Sitz der University of Georgia. Diese ist als eine Universität mit über 32.000 Studenten prägend für die Stadt. Viele Touristen kommen wegen der American-Football-Mannschaft der Universität nach Athens. Diese Mannschaft namens „Georgia Bulldogs“ ist eine der besten Footballmannschaften im College Football.

Die Football-Spiele in Athens finden im Sanford Stadium statt. Das Sanford Stadium ist mit über 92.746 Sitzplätzen ausgestattet und damit das fünftgrößte Stadion im Land.
Außerhalb des Campusgeländes führt mich mein Weg durch die charmante Innenstadt. Im Zentrum steht die schöne City Hall.

Als Besonderheit gilt die Double Barrel Cannon, eine doppelläufige Kanone. Auf meinem Weg zurück zu meinem Hotel komme ich an einer Privatbrauerei vorbei. Ich merke mir den Standort, denn da will ich heute Abend Essen gehen. Zurück in meinem Hotel beziehe ich mein Zimmer. Aha, sogar einen Whirlpool habe ich im Zimmer, das ist Einzigartig.Ich denke darüber nach ihn gleich zu testen, aber nein, ich mache mich wieder auf den Weg durch die Stadt. Viele hübsche Häuser kreuzen meinen Weg.

So gegen 5 Uhr meldet sich mein Magen der heute... noch gar nichts arbeiten konnte. Ich laufe zu der Privatbrauerei. Da stehen so ca. 100 Leute an. Ich stelle mich dazu und denke da muss es ja gut sein.So ... und jetzt der Reihe nach ... Am Eingang steht ein junger Mann der einen Ausweis sehen will und erklärt wie es abläuft, was ich nicht alles verstanden habe. Danach geht es zur Kasse. Ich bezahle 14 $ und darf eines von 6 Gläsern auswählen, danach bekomme ich ein Bändchen umgebunden, an dem 8 Abreißabschnitte dran sind. Ich gehe rein in die große Halle, in der sich viele Leute tummeln. Viele stehen irgendwo an. Ich stelle mich dazu und beobachte. An der Theke gibt es an der Wand 8 Zapfhähne und ich kann wählen, welches Bier ich haben will. Ein abschnitt für ein halbes Glas, zwei Abschnitte für ein ganzes Glas Bier. Das Problem ist, ich wollte auch etwas essen. Fehlanzeige. Oh Mann, ich habe noch nichts gegessen, aber ich kann ja jetzt schlecht wieder rausgehen, also probiere ich ein halbes Glas Pils. Schmeckt gut, sogar ausgezeichnet. Ich schlendere durch den riesigen Raum, in dem sich jede Menge Leute amüsieren, Familien mit Kleinkindern, ja Baby`s, und sogar die Oma ist dabei. Ich erfahre, dass die Brauerei ihr zweijähriges Bestehen feiert, aber trotzdem sonst auch immer viel los ist. Nach einem ganzen Glas und einem weiteren halben Glas gebe ich auf. Auf dem Weg nach Hause - wo war das gleich ? - komme ich an einem Burgerstand vorbei und schlinge einen Burger runter. Zu Hause angekommen, überleg ich noch ob ich den Whirlpool benutzen sollte, aber nein .... das Bett wäre wohl angebrachter.

 

Tag 19, Mittwoch 28.12

Ich fühle mich gut, auch im Kopf, naja es waren ja "bloß" 2 Bier ... Auf der US 24 verlasse ich Athens. Heute habe ich eine lange Strecke vor mir. Auf dem Weg nach Savannah komme ich folgerichtig an einigen Court Häusern vorbei, aber ich halte mich nie lange auf. Die letzten 110 Meilen lege ich zügig auf der I-16 zurück. Savannah ist eine Stadt im Chatham County im US-Bundesstaat Georgia.Auf dem Gebiet des heutigen Savannah lebten zur Zeit der Ankunft der ersten Europäer Yamacraw-Indianer. Die Stadt wurde 1733 von dem britischen General James Oglethorpe gegründet und befindet sich etwa 25 km von der Atlantikküste entfernt am Savannah River. Sie war die erste Siedlung der englischen Kolonie Georgia und bis zum Sezessionskrieg ein wichtiger Hafen für Baumwolle. In Savannah leben heute ca. 140 T Menschen. Mein Hotel liegt nahe der Riverfront. Die Stadt ist mir auf Anhieb sympathisch. Ich laufe runter zur Savannah River Street. Hier, mit den Pflastersteinen und den alten Häusern, fühlt man sich ins 19. Jahrhundert zurück versetzt. Ich bummle am Fluss entlang, auf dem ein riesiger Frachter an mir vorbei fährt. Ich checke dann ein und anschließend genieße ich dich Atmosphäre der Stadt. Ich entdecke eine Privatbrauerei und checke erstmal ob es da etwas zu essen gibt..... Es gibt etwas, für mich einen Salat mit Putenstreifen. An meinem Tisch sitzen Theary und Arthur. Theary`s Mutter stammt aus Bamberg und so kommen wir ins Gespräch.

 

Tag 20, Donnerstag 29.12.

Nach einem guten Frühstück im Hotel gehe ich meinen Gewohnheiten nach. Eine Straße hoch, die nächste wieder runter. Die Stadt besitzt insgesamt 52 Plätze (Squares), davon 24 im Stadtkern. Savannah versprüht soviel Charme und Sympathie das mir davon fast schwindlig wird. Im Ernst, im Nachhinein sage ich dass Savannah wirklich mit die schönste Stadt der USA ist, die ich gesehen habe. So viele liebenswert restaurierte Häuser und Plätze, die gelassene Atmosphäre, ich fühle mich richtig wohl hier. Am Nachmittag fahre ich hinaus zum nahen Atlantik. Als ich zurück fahre überfällt mich eine Gewitterfront. Nicht nur ich halte am Straßenrand an. Als ich Savannah ankomme sind es mindestens 8 Grad weniger. Ich genieße den sehr guten Kaffee im Hotel und am Abend zieht es mich wieder  zur Privatbrauerei hin. heute gibt es ausgezeichnete Spear Rips. Dazu gibt es ein hervorragendes lokales Bier. Zufrieden sinke ich gegen 21 Uhr in die Federn.

 

Tag 21, Freitag 30.12

Der heutige Tag besteht aus vielen Unbekannten. Mein Ziel ist es so nahe an Miami heranzukommen, aber auch unterwegs etwas zu sehen. Ich bekomme das gut hin.

Auf der I-95 komme ich schnell nach Brunswick. Die Stadt ist eine wichtige Hafenstadt an der amerikanischen Atlantikküste. Sie wurde gemäß den Plänen des englischen Generals und Gründers von Georgia, James Oglethorpe, im Jahr 1771 errichtet. Die Stadt wurde am 22. Februar 1856 eingemeindet. Früher hatte Brunswick den Beinamen „The Shrimp Capital of the World“ aufgrund des hohen Fangaufkommens an wilden Shrimps in den Gewässern der Stadt. Außerdem beansprucht die Stadt, der Entstehungsort für das originale Brunswick Stew zu sein. Ich bin sofort verliebt in die Altstadt mit ihrem Old and New Court House, den vielen wunderschönen Häusern und den vielen Baumalleen. Ich muss mich gewaltig anstrengen um mich loszureißen. Über die riesige Sidney Lanier Bridge gelange ich nach Jekyll Island. Jekyll Island ist eine bewohnte Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Georgia in Glynn County (Atlantischer Ozean). Sie ist 23 km² groß und gehört zur Inselgruppe der Sea Islands und des Archipels Golden Isles of Georgia, ferner ist sie einer der vier Georgia barrier Islands An der rauen Küste liegen zahlreiche entwurzelte Bäume, die ein abstraktes Motiv darstellen. Ein Gebäudeensemble aus dem 19. Jahrhundert, zu dem auch das 1888 erbaute Clubhaus des Jekyll Island Club zählt, wurde 1978 zum National Historic Landmark erklärt (0,97 km²). John Pierpoint Morgan baute hier 1896 “Sans Souci” und kam mit seiner Yacht. "Cherokee" Cottage wurde 1904 von der Familie Shrady gebaut,“Indian Mound” Cottage mit 25 Zimmer wurde 1906 von William Rockefeller errichtet ebenso wie das Goodyear Cottage, beide von Carrère & Hastings ausgeführt. 1917 baute Richard Teller Crane sein cottage im italienischen Renaissance-Stil.

Schon wieder muss ich mich losreißen. Wieder auf der I-95 brause ich durch bis Nahe Sonnenuntergang. Inzwischen in Florida, übernachte ich in einem Motel 6 in Palm Coast.

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aktualisiert: 12.12.2019