usa152015 Busrundreise Ostküste

Tag 1

10. März 2015. Heute hatte ich die Gelegenheit meinen Geburtstag 2 mal zu feiern. Hier in Deutschland und ein paar Stunden später in den USA. Ich hatte nämlich eine geführte Busrundreise mit Leitner-Reisen gebucht,die heute startete. Bereits um 6 Uhr wurden wir vom Busbahnhof in Karlsruhe abgeholt, obwohl der Flieger erst um 10:55 startete. es könnte ja etwas passieren. Es passierte nichts. In Frankfurt angekommen mußten die meisten selbst elektronisch einchecken. Da ich das (clevererweise) gestern schon getan hatte, und auch das Gepäck schon aufgegeben hatte, helfe ich einigen dabei. Dann ging es zum Gate X 20. Der Reisebegleiter von Leitner-Reisen begrüßte uns. 15 Minuten nach 11 Uhr hob der Airbus 340-600 der Lufthansa ab.

Wir flogen über Schottland und Grönland, überquerten Kanada und landeten bei trübem Wetter um 15:15 in Detroit. Dort wurden wir mit 2 Bussen zu unserem Hotel im Zentrum Detroits gebracht. Wir waren 100 Leute, aufgeteilt in 2 Gruppen. Nach dem Einchecken ins Hollyday Inn Express machte ich mich gleich auf, die Stadt zu erkunden. Detroit ist ja d i e Autostadt der USA. Hoch ragt das Verwaltungsgebäude von General Motors in den Abendhimmel, direkt am Ufer des Detroit River. Auf der anderen Flussseite ist schon Kanadisches Gebiet. Als es dunkel wird ging ich zurück zum Hotel und setzte mich zu einer Gruppe Mitreisender im benachbarten Restaurant.

Tag 2

Der Jetlag trieb nicht nur mich aus den Federn. Der Frühstücksraum war proppevoll. Danach wurde der Koffer gepackt. Heute stand eine Stadtbesichtigung Detroit`s, und die Weiterfahrt nach Toronto (Kanada) an. Direkt neben unserem Hotel steht der Book Tower. Er ist 145 Meter hoch. Er wurde 1916 im Italienischen Renessaince Stil erbaut.
Der nächste Höhepunkt war Belle Isle. Diese 3,9 Km² große Insel liegt genau in der Mitte zwischen USA und Kanada, gehört aber zu den USA. Von hier aus hat man eine grandiose Sicht auf Detroit. Sehenswert ist hier auch der Botanische Garten.

Weiter ging es zum Hart Plaza an dem man das riesige Bürogebäude von General Motors bestaunen kann. Gleich hinter dem Dodge Fountain steht das Transcending Wheel, das die Leistungen und Opfer der Autoarbeiter symbolisiert.
Eine besondere "Kunst" findet man beim sogenannten Heidelbereg Project. Hier kommentiert Tyree Guytons auf seine Art den Niedergang Motor City`s, wie Detroit auch genannt wird. Viele Häußer in diesem Viertel stehen leer und zerfallen. Die Bewohner haben die Stadt längst verlassen.

Gegen Mittag fuhren wir über die Ambassador Brücke hinüber nach Windsor im Bundesstatt Ontario in Kanada. Unser Reiseleiter Matt Manuel, ein Amerikaner der einige Zeit in Deutschland arbeitete, hatt für uns ein Chinesisches "All you can eat" Restaurant ausgesucht. Die Auswahl war gigantisch und schmeckte auch sehr gut. Da ein Mittagessen im Preis enthalten ist mußten wir uns ums Bezahlen nicht kümmern.

Gegen Abend kamen wir in Toronto an. Das TV5 ist ein gutes Hotel. Wir checkten ein, was bei 50 Leuten natürlich etwas dauerte, aber es war alles gut organisiert. Später traf auch der 2. Bus ein.
Gegen Abend traf man sich noch in der Hotelbar auf einen Drink und ließ den Tag Revue passieren.

Tag 3

Nach dem Frühstück fuhren wir hinein nach Toronto. Toronto ist mit ca. 2,6 Millionen Einwohnern die größte Kanadas. Toronto ist eine wunderschöne Stadt und ich hab damals schon beschlossen hierher zurückzukehren, denn leider war das hier eben eine Busrundreise und wir saßen eben im Bus und konnten nicht rumlaufen. D.h. am Parlamentsgebäude stiegen wir doch aus. Das Gebäude im neuromanischen Stil wurde 1893 vollendet. Wegen des rosa Farbtons des zum Bau verwendeten Sandsteins wird das Parlamentsgebäude auch als „Pink Palace“ bezeichnet.

Der 2. Halt war dann am CN-Tower. Er ist ein 553 Meter hoher Fernsehturm und Wahrzeichenn der Stadt. Er war von 1975 bis 2009 der höchste Fernsehturm der Welt. Mat kaufte für alle die Eintrittskarten. Zwar wäre für den einen oder anderen die Karte als Senior billiger aber er müßte sich dann selber anstellen und das kostet Zeit. Und die hatten wir nicht, lediglich 1. Std. und die ist schnell um. Die Aussichtsplattform befindet sich in einer Höhe von 446,5 Metern. Bei diesem Wetter hatten wir einen unglaublich, unbeschreiblich schönen Blick auf Toronto und Umgebung. Ich bin selten sprachlos, da oben war ich es für eine lange Weile. Aber die Fotos mussten ja auch gemacht werden und schon hieß es zurück nach unten.
Beeindruckt von dieser Stadt fuhren wir weiter, um die Südwestspitze des Lake Ontario entlang bis zum Kleinstädtchen Niagara-on-the-Lake. Zwar ist dies wirklich ein Kleinstädtchen aber es gilt als liebenswerteste Stadt in Kanada, weil ... die Stadt nach der Zerstörung durch die Amerikaner, von den Briten in den 1880iger Jahren wieder aufgebaut wurde, nach britischen Stiel natürlich und das sieht man auch.
Das Prince of Wales Hotel, in dem der Prince, in diesem Fall - Prince Charles - tatsächlich übernachtet hat, sieht auch im Innern verry britisch - steif - aus. Und nein ich habe keinen Tee drin getrunken.

Niagara at the FallsHotel vob Charles und .. nein nicht DianaAußerdem hat man vom Ufer aus einen tollen Blick nach Toronto. Weiter ging es. Entlang des Niagara Rivers fuhren wir Richtung Niagara Falls. Schon von weitem erahnt man die Gischt der Fälle. Irgendwann landeten wir vor dem Skylon Fiew. Das ist der Aussichtsturm über den Fällen. Wieder besorgte Mat die Karten und dann fuhren wir mit dem Aussenfahrstuhl hinauf zur Aussichsterasse. Was soll ich sagen, ich stand einst vor dem Grand Canyon und war genauso sprachlos. Durch die extreme Kälte der letzten Wochen waren die Niagara Fälle immer noch fast zugefroren.Ich bewundere meschliche Kreativität, aber an die Natur kommt sie bei weitem nicht heran. So wunderschön die Harmonie zwischen Wasser und Kälte zu erzählen schaffen keine menschliche Gedanken.

Aber ich schweife ab, da ich in Gedanken wieder dort war. Ach ja, anschließend fuhren wir ins Hotel. Unser Reiseleiter Mat bot uns an in der Dunkelheit runter zu den Falls zu fahren. Das dauerte mir zu lange. Vom Hotel runter zu den Fällen war es ein Klacks von 2 Km, also ging ich gleich nach dem Einchecken on tour. Sonnenuntergang im Winter an den Niagara Fällen haben aus meiner Gruppe nur 2 oder 3 erlebt. Ich geb zu als ich so davor stand waren die Gefühle gewaltiger als auf dem Turm. Dieses gewaltige Rauschen, gepaart mit Gischt und riesigen Eisschollen durch die sich das Wasser langsam durchbohrte. Leute das war alleine schon die Reise wert. Und das kann ich hier zwar beschreiben, aber erleben ist dann doch ein Quantensprung.

Aber gut. Gegen 9:00 Uhr fuhren wir mit dem Bus gemeinsam wieder runter zu den spektakulär beleuchteten Fällen auf Kanadischer Seite. Das war ein harter Job, denn ca. 100 Metern von den Fällen entfernt, stieg die Gischt auf,der Sprühnebel sank herunter auf und gefror. Es war also eine Rutschpartie die wir bald abbrachen. Um 10 Uhr sanken - denk ich - alle Teilnehmer glücklich in die Federn. Ich jedenfalls tat es.

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aktualisiert: 23.01.2019