usa142014 9o Tage Abenteuer

Zu meinem 60. Geburtstag hab ich mir im Jahr 2014 etwas ganz Besonderes geschenkt. Eine 90 tägige Rundreise durch die USA. Nun war ich ja schon oft in den USA, aber zu ca. 80 % bereiste ich Gegenden in denen ich noch nie war und dann natürlich ganze 3 Monate lang. meine Reise begann in Chicago.Hier hatte ich eine Überführung eines Wohnmobiles nach San Francisco gebucht. Mit dem brandneuen Wohnmobil fuhr ich am Mississippi entlang bis nach Memphis hinunter. Nun ging es nach Westen bis Oklahoma, dann nach Norden bis Nebraska, wieder westlich bis zum Yellowstone Nat.Park, nach Süden bis Salt Lake City, Las Vegas und Los Angeles, über den Yosemite Nat.Park schließlich bis nach San Francisco.

Dort gab ich das Womo ab. Mit dem Zug fuhr ich dann über Chicago, Washington, Philadelphia nach New York. Zurück ging es mit dem Flieger nach Los Angeles. Mit einem SUV fuhr ich dann die Küste entlang bis San Francisco. Von dort aus ging es zurück nach Deutschland.

In den 90 Tagen habe ich natürlich unglaublich viel erlebt. Viele schöne, ein paar unschöne Dinge und ich habe viele Leute kennengelernt. Es waren 90 Tage Abenteuer die ich euch jetzt erzählen will. Viel Spaß dabei.

Tag 1 - Montag 14.April 2014

Heute beginnt für mich ein großes Abenteuer. Sicher, ich war schon viele in den USA, aber nicht so lange, außerdem sind ca. 80 % der Gegenden die ich bereise Neuland für mich.

Das Neue beginnt gleich beim Abflug in Frankfurt, ich fliege nämlich zum 1. mal mit einer Boeing 747-8.Der Service ist gut. Für den Flug nach Chicago ist unsere Route aber weit nördlich, denn wir fliegen über den Südzipfel Grönlands. Nach 8:50 Std. beginnen wir den Landeanflug, Würde ich links sitzen, könnte ich jetzt die Skyline Chicago`s sehen, aber mein Fensterplatz 43K ist leider rechts..

Etwas später als vorgesehen landet der Lufthansa Flug LH 430 auf dem Chicago Ohare. Es ist trübe und kalt. Ein Shuttle bringt mich in mein Hotel. Das Airport Best Western at O´Hare in Rosemont liegt gerademal 10 Minuten vom Airport entfernt. Ich checke ein und fahre zurück zum Flughafen um noch etwas rumzulaufen. Gegen Abend fängt es doch tatsächlich an zu schneien.

Tag 2 - Dienstag 15.4.2014

Es hat doch tatsächlich 4 cm Schnee runtergemacht, eher selten um diese Zeit. Das Shuttle zum Airport muss wieder herhalten. Die Züge auf der Blue Line der Chicago Transport Authority Internet: www.transitchicago.com) fahren rund um die Uhr ins Stadtzentrum von Chicago und verkehren tagsüber alle 8-10 Minuten. Der CTA-Bahnhof befindet sich auf der untersten Ebene des mehrstöckigen Parkhauses bei den Terminals 1, 2 und 3 (erreichbar von Terminal 5 über das ATS-Transportsystem). CTA-Züge sind das günstigste Verkehrsmittel, brauchen dafür aber am längsten (Fahrtdauer: ca. 45 Min.).

Chicago (deutsch auch: Chikago, Aussprache: [ʃɪˈkɑːgoʊ] ist eine Stadt am Südwestufer des Michigansees im Bundesstaat Illinois in den Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer Einwohnerzahl von 2,722,389 (2014) ist sie die drittgrößte Stadt der Vereinigten Staaten. An der Haltestelle Washington steige ich aus.Es ist schneidend kalt in den Häußerschluchten, aber ich laufe mich warm. Mein 1. Ziel ist der Navy Pier am Lake Michigan.

Der oder die Navy Pier ist eine etwa ein Kilometer lange Seebrücke im Michigansee in Near North Side, einem Stadtteil von Chicago. Der Pier wurde 1916 zu einem Preis von 4.500.000 USD gebaut. Er war Teil des Burnham-Plan, den der Architekt und Stadtplaner Daniel Burnham entwickelte. Der Pier wurde als Municipal Pier #2 geplant und gebaut. Der Navy Pier diente zunächst dem Frachtumschlag für Große-Seen-Schiffe und als Lager. Heute ist der Navy Pier die größte Touristenattraktion in Chicago und beherbergt unter anderem das Chicago Childrens Museum, ein IMAX-Kino, das Smith Museum of Stained Glass Windows sowie das 47,5 m hohe Riesenrad Ferris Wheel.

Ich frühstücke erstmal gemütlich bevor ich weiter ziehe. Danach laufe ich einfach mal los.

Die Innenstadt von Chicago bietet eine Ansammlung moderner Architektur. Dies fängt bei den typischen Wolkenkratzern um 1900 an und führt über die Meisterwerke Mies van der Rohes oder den Lake Point Tower (1968 bei Fertigstellung welthöchstes Apartment-Gebäude) bis hin zum 1974 fertiggestellten Willis Tower. Chicago gilt auch als Geburtsort der Wolkenkratzer, da hier mit dem zehnstöckigen Home Insurance Building 1885 das erste Haus mit Stahlskelett errichtet wurde.

Am 233 South Wacker Drive befindet sich das höchste Gebäude Chicagos, der 442 Meter hohe Willis Tower (vormals Sears Tower). Mit dieser Höhe war er, bis im Jahr 2013 das One World Trade Center in New York City mit 541 Metern fertiggestellt wurde, der höchste Wolkenkratzer in den Vereinigten Staaten. Mit Antennen misst das Bauwerk sogar 527 Meter und ist damit die fünfthöchste freistehende Konstruktion der Erde. Im 103. Stockwerk beinhaltet der Willis Tower eine 412 Meter hohe Aussichtsplattform inklusive Glasbalkonen an der Außenfassade.

 Ich gestehe ich hab mich da nicht rausgetraut, aber da war ich nicht der Einzige.Jedenfalls hat man von hier oben einen phantastischen Blick auf Chicago. Ich verweile 1 1/2 Std. hier oben bevor mich ein Aufzug vom Skydeck in 45 Sec. hinunter bringt, er ist somit der schnellste Fahrstuhl der Welt. Eher planlos laufe ich durch Chicago, bewundere die vielen schönen Bauten. Der Weg zurück zum Hotel ist lange und nach einem Burger King Besuch brauche ich nichts mehr.

Tag 3 - Mittwoch, 16.April

Am Freitag hole ich ja mein Wohnmobil bei El Monte ab. Die Firma liegt ziemlich weit ausserhalb der Stadt.Ích will mir aber ein Bild machen, wo und wie usw. ich bin da gerne auf der sicheren Seite. Also fahre ich mit dem Zug nach Chicago hinein und weiter mit der Metra nach Villa Park.

El Monte RV Rentals
Wohnmobil-/Wohnwagenvermietung
277 E North Ave
Villa Park, IL 60181

Der Betrieb ist ziemlich klein und etwas - naja - heruntergewirtschaftet. Ich melde mich an und nach etwa 10 Minuten haben sie mich in ihrer Datei immer noch nicht gefunden. Ich bekomme ein mulmiges Gefühl. Man sucht und findet den Chef und der hat eine andere Liste. Ah here we go ..Mr. Souchik ? Alles klar, ihr Wohnmobil steht schon bereit. Es ist brandneu, 22 Feet lang.
Dazu muß ich sagen, daß bei der Reservierung bei Canusa Reisen noch nicht klar war was für ein Womo ich bekomme, denn niemand konnte sagen was für eines in SF gebraucht werden würde. Zu meiner Freude vereinbarten wir, daß ich das Womo schon um 10 Uhr abholen kann und nicht wie vereinbart um 14 Uhr. Da ich noch genügend Zeit habe nehme ich mir vor zum Flughafen zu laufen. ich sehe zwar schon die Flieger, die werden aber nicht größer.
Nach 2 Std. bin ich erledigt. Ich steige in einen Bus und der fährt nicht nur zum Airport, sondern hält auch noch direkt vor meinem Hotel. Glück gehabt.

4. Tag - Donnerstag 17.April

Heute morgen bin ich früh unterwegs. Die Sonnen scheint und es wird langsam wärmer. Ich fahre zum Chicago Union Station. Union Station ist der am 3. meisten frequentierte Bahnhof der USA, hinter Penn und Grand Central, beide in New York. Täglich bis zu 120.000 Menschen werden hier abgefertigt.Die Station steht auf der Westseite des Chicago Rivers zwischen West Adams Street und West Jackson Boulevard , vor den Toren der Chicago Loop. Seine Kombination aus Bedford Kalkstein, Beaux-Art Fassaden, massiven korinthische Säulen und funkelnden Marmorböden spiegelt das architektonische Erbe und der historischen Leistungen der Stadt wider. Hier werde ich in ca. 2 Monaten mit dem Amtrak aus San Francisco ankommen.

Später nehme ich eine Bahn der Chicago Loop um mir einen Überblick zu verschaffen. Mit The Loop bezeichnen Anwohner den Downtown-Bezirk Chicagos. Es ist nach Midtown Manhattan der zweitgrößte Geschäftsbezirk in den Vereinigten Staaten. Im Westen grenzt er an den Chicago River, im Osten an den Michigansee und im Süden an die Roosevelt Road. Der Begriff Loop bedeutet zu deutsch so viel wie Schleife, rührt aber im Falle Chicagos nicht, wie häufig behauptet, von der Hochbahn her, sondern von einer als Standseilbahn ausgeführten Straßenbahn, die vor 1900 um das Karree fuhr. Die Konstruktion ähnelte der der Cable Cars in San Francisco.

Im Norden der Stadt befindet sich der Water Tower. Der Chicago Water Tower ist eines der Wahrzeichen von Chicago.

Der Turm, der 1869 aus gelblichem Kalkstein an der North Michigan Avenue errichtet wurde, gehört zu den wenigen Gebäuden in Chicago, die den Großen Brand von Chicago im Jahr 1871 überstanden haben. Architekt William W. Boyington wurde beauftragt, die zentrale Trinkwasser-Pumpstation der Stadt möglichst unauffällig in ein Gebäude zu integrieren. Das Ergebnis war ein Turm im Stil der britischen Neugotik (englisch Gothic revival). Boyington hatte den Stil allerdings recht ausschweifend adaptiert, was damals für Kritik sorgte. Oscar Wilde nannte die Kreation eine burgartige Monstrosität, voller angehefteter Bündelrevolver („a castellated monstrosity with pepper-boxes stuck all over it“). Boyingtons Wasserturm diente später dennoch bei manchen Bauten als Vorbild, so auch für die White Castle-Fast-Food-Kette.

Der Chicago Water Tower zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt und ist der zweitälteste Wasserturm der USA. Nur der Water Tower in Louisville ist älter. Im Pumpenhaus sind heute eine Galerie und ein Besucherzentrum des Chicago Office of Tourism eingerichtet. Gleich dahinter steht der Hancock Center. Das John Hancock Center ist ein 344 Meter hoher Wolkenkratzer an der Magnificent Mile in Chicago. Das Gebäude besitzt insgesamt 100 Stockwerke; seine Adresse lautet 875 North Michigan Avenue, 175 East Delaware Place, Chicago, IL.Heute ist das John Hancock Center das vierthöchste Gebäude Chicagos und das achthöchste Gebäude der USA. Mit Antenne, die allerdings kein Teil der Gebäudearchitektur ist (anders als Turmspitzen), ist es 457 Meter hoch und damit das 14-höchste freistehende Bauwerk der Welt (Fernsehtürme mit eingeschlossen). Es überragt damit sogar die Petronas Towers (452 Meter) um fünf Meter und das Empire State Building (443 Meter) um 14 Meter. Trotzdem ist es nicht das höchste Bauwerk der Stadt.

Für 10 $ fahre ich hinauf auf die Aussichtsterasse. Von hier oben hat man auch einen gigantischen Überblick auf Chicago, den Michigan See und den Navy Pier. Gegen Abend wird es langsam dunkel (logisch) Die Schatten der Wolkenkratzer wachsen in den See hinein. Das gewaltige Lichtermeer erstrahlt zu meinen Füßen.

Und hier noch ein paar Eindrücke von Chicago Downtown :

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aktualisiert: 23.01.2019