usa052005 Californien-Florida

Eigentlich halte ich mich ja für einen alten USA- Hasen und eigentlich frage ich mich noch heute, warum es mich bis dahin noch nie nach New York gezogen hat. Auch als ich im Oktober 2005 meinen nächsten Amerika Urlaub geplant habe war ich nicht unbedingt begeistert von New York aber ich sagte mir, komm einmal N.Y. solltest du dir antun – nur um mitreden zu können, denn in den Foren schwärmten manche von dieser Stadt.
In der nächsten Zeit informierte ich mich selbstverständlich und so langsam regte sich eine gewisse Neugierde und schließlich machte sich eine Spannung breit die mich von Tag zuTag mehr verfolgte. Und was sich dann ergab?
Lest und seht selber.....

Kapitel 1

Am Sonntag 18.12. 2005 um 7.00 Uhr bringt mich meine Freundlin Beate nach Frankfurt. Sie kann meinem Drang über Weinachten und Neujahr die Heimat in Richtung USA zu verlassen immer noch nicht folgen und so muß ich eben mal wieder alleine los.
Mein Flug UA 8841 wird von dem Staralliance Partner Lufthansa durchgeführt. Und am Lufthansaschalter ist dermaßen viel los und wieder mal so wenig Personal vorhanden daß das Einchecken elend lange dauert. Nix mehr mit Frühstück, wir hasten zum Gate 60, noch eine Umarmung, 2 Küßchen und rein geht's. Sicherheitskontrollen und gleich rein in den Flieger – einem Airbus 330/300 – ich hab denPlatz 40 A gebucht - hinter den Tragflächen links. Captain Peter Remmel bringt den Flieger um 10.16 Uhr sicher in die Lüfte und steuert dann über Rotterdam – Manchester – Dublin – Montreal zielsicher New York an. Das Rindfleisch mit Spätzle ist richtig gut. Eine Stewardess – so ergibt es sich stammt aus dem Badischen Durlach – knapp 20 Km von meinem Heimatort entfernt und so haben wir Einiges zu bequatschen.
Als wir gegen 12.30 Uhr Ortszeit unsere Reisehöhe von 33000 Fuß verlassen erweist sich meine Entscheidung in Flugrichtung links zu sitzen als goldrichtig, denn wir fliegen genau über New York City, hinauf aus Meer, drehen eine Linksschleife mit vollem Blick auf die Skyline und schweben dann sanft auf den JFK Airport zu.
Die lästige Einreiseprotzedur geht recht schnell. Vor mir stehen nur 2 Mann. Den 1. schickt der Zollbeamte gleich wieder zurück, den 2. nach kurzen Verhandlungen auch – falsch ausgefüllte Formulare - der Typ am Schalter grinst und sagt zu seinem Kollegen – hey Strike two. Na toll denk ich der hat schlechte Laune und ich werde Strike 3 oder ? Erfahrungsgemäß bin ich höflich und nett . Sorry Sir da fehlt noch ein Name. Veflixt denk ich Strike 3 aber er sagt haben Sie nen Stift dabei ? Ja ich füll rasch aus und dann ... einen schönen Aufenthalt in New York..

Nach kurzem Umsehen finde ich den Airtrain der mich zur nahe gelegenen U-Bahn Station bringt. Am Automaten steht eine nette Beamtin die mir und 2 anderen Deutschen die Handhabung erklärt. 7 $ kostet mich sie Fahrt nach Manhatten.
In der Subway wird uns dann etwas mulmig. Die Typen die zusteigen sehen etwas – naja – außergewöhnlich aus . Jetzt kommt – wie fast immer – das Unbehagen bei der Ankunft in einer Großstadt auf. Mein Hotel – das Bentley liegt an der 3d Avenue/ East 62nd Street. Ich hab mir gedacht ich steige am Broadway/Nassau aus. Das tu ich auch, geh eine Etage höher und steig in den Lexington Express. Hey Lexington ist gut und Express noch besser. Ich rechne mir aus, daß es an der 59 ten am besten ist auszusteigen. Das tue ich auch und dann steh ich in New York.
Im ersten Moment denk ich es erschlägt mich... die Hochhäusser sehen in Nartura und dann noch von unten noch gewaltiger aus. Und dann so viele und die Hektik, die vielen Leute. Ich steh 'ne Minute rum und versuch mich zu orientieren. Ich biege auf die 59igste nach rechts in Richtung öhh ja gute Frage. Wo ist denn die Sonne? Nicht zu sehen – Schatten Fehlanzeige - ich geh aufs geradewohl los und am nächsten Block quere ich die 60 igste. Na also, denk ich zufrieden, geht doch. .
Schlagartig ist das Unwohlsein weg. Ich ziehe meinen Koffer 2 Blocks weiter, biege dann rechts ab und nach 3 weiteren Blocks steh ich vor dem Bentley Hotel.
Das Bentley liegt knapp einen Steinwurf vom East River und der Qeensboro Bridge entfernt. Ich melde mich an und bekomme Zimmer 1905. Aber als ich oben ankomme liegt da noch ein Koffer auf dem Bett – fehlt nur noch jemand unter der Dusche. Ich ziehe ich diskret zurück und fahr wieder runter. Dem Angestellten ist es sichtlich peinlich ... ich geb Ihnen ein anderes Zimmer – ein besseres.. er zwinkert mir zu... Room Nr. 1408 entpuppt sich dann als eine kleine Suite mit 2 Zimmern und 2 Blicken auf den East River und die Häußerschluchten, außerdem war da noch 'ne Kochecke, Micro, Couch, Megasessel usw. hey ein guter Tausch.
Ich mach ich frisch und überleg mir was ich jetzt tun will.Was fällt einem in New York am 18.12. so gegen 15.30 Uhr ein ? Logisch – der Broadway... Ich lauf also zur U-Bahnstion an der 59sten und kauf mir für 7 $ ein Tagesticket. Dann warte ich mit vielen anderen auf den Zug wo vorne draufsteht... Times Square.

usa05 01Dort angekommen lässt mich das Getümmel – der Vekehr - das Geschrei fast zurückprallen.
Ich lauf ziellos am Times Square rum und als ich vor einem KFC (Kentucky Fried Chicken) Laden stehen bleib überfällt mich gleichzeit ein Ziehen in der Magengegend und im Mund.
HUNGER... ohne zu überlegen geh ich rein, bestell mir 5 wings – 3 original und 2 crispy und 'ne Cola. Oh Mann was gut.....

Gestärkt und guten Mutes beobachte ich das Treiben auf dem Broadway.
Es ist inzwischen dunkel und bitterkalt. Irgendwann hab ich die Nase voll von dem Treiben und fahr und lauf zurück zu meinem Hotel.
Es ist jetzt 9.00 Uhr, Ortszeit, d.h. 3 Uhr morgens at home. Gott sei Dank hatte ich mir, bevor ich zum Broadway für noch ein paar Vorräte zugelegt, also genehmige ich mir ein Bud und einen Jack D. Und dann geht's in die Horizontale. Ich mach keinen Vorhang zu und laß alles auf mich einwirken....
Gute Nacht.

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aktualisiert: 23.01.2019