eu90Segeltörn in Kroatien

Die 2. Tour war 1990 . Dabei waren Werner , Rolf und Michael, neu dabei waren Hans und Rainer.
Gestartet wurde diesesmal in Primosten, ein kleiner Hafen zwischen Zadar und Split. segeln90_02 segeln90_01

Kapitel 1

Ne kleine Bemerkung zu Rolf und Michael. Beide sind eigentlich sehr zugänglich. Rolf segelt sehr viel und Michael weiß 'ne ganze Menge - auch über's Segeln. Auf See war immer alles in Ordnung, aber sobald es an Land ging - sprich Anlegen oder Ablegen - wurden die beiden irgendwie zu anderen Menschen. Kapitän hier - Kapitän da. Es herrschte ein strenger Umgangston und ich war gut beraten, nur das zu tun, was mir gesagt wurde. Segel bergen, die Wunsch langsamer zu kurbeln, die Fender rechtszeitig rauszulegen, usw.
Eigentlich war es lustig und wenn alles festgezurrt war, hatten sich alle wieder lieb. Irgendwie hat mich es immer wieder amüsiert, was die 2 da immer veranstalteten. segeln90_03 segeln90_04Aber gut ich schweife ab. Der erste Törn war ein Nachttörn und wer das schon mal gemacht hat weiß, wovon ich rede. Eigentlich ruhige See, achterlicher Wind, die Wellen dementsprechend von hinten, das Boot schauckelt so vor sich hin. Werner und ich hatten Nachtwache. Ich hab's ausgehalten bis zur Dämmerung, aber als ich dann den halbverwesten Fisch, der in der Nacht auf's Schiff gesprungen war (ja das gibt es) neben mir an Deck sah, hab ich mein Mageninhalt schnurstracks der See übergeben.

Kapitel 2

Der Wind trieb uns wieder auf die Insel Korcula. Der Hafen liegt tief im Innern der Insel. Als wir angelegt hatten, wollten wir in einem Restaurant essen gehen. In der Eingangstür begegneten wir dem Wirt, der gerade schließen wollte.
"Nix Geschäfte - ich gehen Fischen."
segeln90_05 segeln90_06 segeln90_07 segeln90_08 Er kannte allerdings die Überredungskunst von Michael noch nicht.
Jetzt schon Geschäfte...und außerdem machte er wohl das Geschäft seines Lebens, denn er hatte doch tatsächlich Whisky da. Michael bestellte erstmmal 'ne Runde für uns und dann noch eine ......Essen gab's auch - richtig gut sogar, aber irgendwann hab ich mich ausgeklinkt und bin auf's Schiff.
Irgendwann kamen auch die anderen und irgendwann in der Nacht kam auch die Bora - plötzlich und unerwartet - drückte sie unsere ChipSea gegen das Ufer.
Da war aber Hektik angesagt, alle waren wieder nüchteren... Motor an , Leinen los und in Richtung Mitte der Bucht, Anker raus und Schiff in den Wind.
Die Bora ging so schnell wie sie kam und ich , der sich freiwillig für die Nachtwache gemeldet hatte verbrachte eine ruhige Restnacht. segeln90_09 segeln90_10

aktualisiert: 23.01.2019